Samstag, 3. November 2012
Vorschau: LeseZeit im Café Chocolat in Speyer
Liebe Literaturfreunde,
nun hat uns Petrus im wahrsten Sinne des Wortes kalt erwischt. Väterchen Frost wandert nachts durch die Gärten und lässt die Herbstblumen unter einer eisigen Haube erstarren. Die Amseln und Meisen reklamieren lautstark ihr gewohntes Winterfutter und uns Menschen wird plötzlich bewusst, wie nah Weihnachten schon ist. Da heißt es Kräfte sammeln und Energie tanken für all die Vorbereitungen zum Fest, die nun wieder anstehen.
Wo könnte man das besser als in einem gemütlichen Kaffeehaus bei Kerzenschein und einem Tee, einem Kaffee oder einer heißen Schokolade. Lehnen Sie sich zurück und lauschen Sie den Geschichten, die die Mitglieder der LeseZeit dort für Sie bereithalten.
Am Mittwoch, dem 07.11.2012, um 19:30 Uhr warten wir auf Sie im
Café Chocolat,
Steingasse 2 (am Museum),
67346 Speyer.
Eintritt: 3,00 Euro
Da die Anzahl der Plätze begrenzt ist, bitten wir um Reservierung bei Frau Hedderich 06232-8544333 oder Frau Fedder 06232-76753.
Liebe Grüße
Edith Brünnler
Donnerstag, 1. November 2012
Rezension: Öl auf Wasser von Helon Habila
Alles drin!
Die Frau eines Ölindustriellen wird entführt. Entführungen sind in Nigeria keine Besonderheit, sondern das übliche Verfahren von Rebellen an Geld für Waffen zu kommen. Der junge Journalist Rufus wagt die Recherche für die er Leib und Leben riskiert, wird er doch erstmals mit seinem Vorbild, dem großen Journalisten Zaq, arbeiten. Helon Habila lässt uns die herbe Enttäuschung miterleben, wenn sich herausstellt, dass der alte Zaq zu einem abgehalfterten Typ und Säufer mutiert ist. Trotzdem entwickelt sich eine dieser tiefen Freundschaften, für die es eine Bedrohung von außen und das gemeinsame Ziel braucht: Die Rettung der Frau. „Öl auf Wasser“ entführt uns mit dem Boot in die nigerianischen Sümpfe und in grausame Wirklichkeiten. Und das mit einer klaren und dennoch poetischen Sprache.
Der afrikanische Autor Helon Habila hat schon viele Bücher veröffentlicht. „Öl auf Wasser“ kommt als erste deutschsprachige Übersetzung heraus und ist im Oktober 2012 auf Platz 1 der KrimiZeit Bestenliste. Ein Krimi. Eine Love-Story. Ein Politthriller. Alles drin.
Öl auf Wasser, Verlag Das Wunderhorn, 240 Seiten, Hardcover, 24,80 €
Text: Anette Butzmann
Sonntag, 21. Oktober 2012
Vorschau: Schreiben Frauen anders? - Anne Richter in Walldorf
„Schreiben Frauen anders?“ Dieser Frage wird der Dielheimer Autor
und Erziehungswissenschaftler Dr. Anton Ottmann auf der zweiten
Veranstaltung der Reihe „Schriftstellern auf die Finger geschaut!“
nachgehen. Veranstalter ist die Volkshochschule Südliche Bergstraße in
Zusammenarbeit mit der Stadtbücherei Walldorf. Ottmann hat die
Walldorfer Autorin Renate Büchner mit ihren besinnlichen Gedichten
eingeladen, außerdem die in Heidelberg wohnende Hilde Domin Biographin
Marion Tauschwitz mit ihrer Novelle „Schlägt die Nachtigall am Tag“. Zu
Gast ist auch die Heidelbergerin Anne Richter mit Erzählungen. Sie ist Mitglied der Literaturgruppe LitOff und war
2011 für den renommierten Ingeborg Bachmann Literaturpreis der Stadt
Klagenfurt nominiert.
In einer Mischung aus Lesung, Kommentar
und Interview wird die Entstehung von literarischen Werken nachgegangen.
Die Besucher erfahren etwas über Motivation und Arbeitsweise der
regionalen Schriftstellerinnen und können auch selbst Fragen stellen.
„Schriftstellern
auf die Finger geschaut“ findet am Mittwoch, den 24. Oktober, 19.30
Uhr, in der Stadtbücherei Walldorf, Hirschstraße 15 statt. Um
Voranmeldung bei der VHS Südliche Bergstraße wird gebeten. Tel. 06227
63285 oder 06222 92960.
Freitag, 12. Oktober 2012
Vorschau: Textforum der Literatur-Offensive im Literatursommer 2012
Unser Textforum
ist eine Einladung an alle, die Geschriebenes einer ersten
Öffentlichkeit vorstellen wollen. Ziel ist der Austausch kritischer
Anregungen und das erste Ausprobieren von Publikumswirksamkeiten in
einem Wechselspiel zwischen denen, die lesen, und denen, die hören. Zu
Beginn der Veranstaltung um 19:30 bis 20:15 wird das Radio-Feature
„Lyrik, Literatur, ha!“ präsentiert.
Zeit: Dienstag, 16. Oktober 2012. Beginn ist um 19.30 Uhr, Eintritt frei.
Sonntag, 23. September 2012
Kastanien und Ameisen - Die LitOff im Schillerhaus
Erst fegte der Sturm eine Kastanie ins kleine Schillerhäuschen, dann kribbelten und krabbelten fiktive Ameisen über die Gäste. Literatursommer 2012 - 60 Jahre Literatur in und aus Baden-Württemberg: …Und das Schreiben geht weiter. Das zeigte sich beim Textforum der Literatur-Offensive am 18.9.12 im Museum Schillerhaus in unterschiedlichster Weise. Das Museum Schillerhaus war mit 22 Besuchern gut (aus)gefüllt. Das Textforum der Autorengruppe Die Literatur-Offensive kurz LitOff, empfing mit offenen Armen alle, die etwas vorlesen oder zuhören mochten, nur selbst gemacht musste es schon sein und auf keinen Fall veröffentlicht.
Sieben Autorinnen und Autoren stellten ihre Romanauszüge und Manuskripte
von Kurzgeschichten sowie Gedichte zur Diskussion. Obwohl nur die Vornamen auf
die Leseliste aufgenommen wurden, konnten doch einige Autoren wieder erkannt
werden. Lothar Seidler, Verleger des
gleichnamigen Lothar Seidler Verlags, konnte man sogar zweifach wieder
erkennen: Einerseits den Herrn an sich und anderseits den bekannten
Protagonisten Eduard aus dem Fünf-Autoren-Roman „Nebelkopfhütte“. Eduard ist mal wieder verliebt, diesmal in
flirtende grüne Augen einer Lesbierin. Wo soll das wohl hinführen? Der geplante
Episodenroman mit Eduard wird alle wohl noch hinlänglich auf die Folter
spannen.
Ameisen
Kleine schwarze Schweißperlen oder gar ein ganzer Ameisenhaufen für vier
Nackedeien beim 68er Gruppensex? Die Ameisen trippelten mehrfach durch die authentischen
Geschichten von Heidi Trumpp und selbst beim Romanauszug aus ungewöhnlicher
Prosa von der Heidelberger Lyrikerin Hanna Leybrand kommt ein Ameisenhaufen
vor. Ansonsten kommen beim Letzteren leider auch gerümpfte Nasen vor. Die einen
wollen „mehr Schleimhaut“, den anderen ist es zu „langweilig“. Naja, manchmal
geht es eben sehr ehrlich zu beim Textforum.
Vom gleichen Stamm
Die Brüder Frank und Marco Montalbano zogen es vor, Unterhaltung und
Nachdenklichkeit in die Runde zu tragen. Während Frank D. beim Rezitieren einen
zu Papier gebrachten rhythmischen und gereimten Wutausbruch über den
Nibelungen-Feminismus-Streit vorbrachte (und das war nicht inszeniert), verließ
sein Bruder die Realität mal kurz um eine mollige Blondine platzen zu lassen.
„Platzt die nun wirklich, oder ist das eine weitere Ebene?“ Nun ja, ein Text
ist es natürlich und der wird, wegen seines ungewöhnlichen neuen Stils,
mehrfach gelobt.
Tomaten
… kann man in vielen Farben essen. Durchsichtige Mandarinen sollte man
auch mal züchten, wegen der Kerne, meint der Protagonist von Ulrich Pomplums
Geschichte „Tomaten“. Aber warum er genau vier Fleischtomaten in roter Farbe im
Scheinwerferlicht betrachtet, bleibt rätselhaft, bis die furchtbare Wahrheit
die Runde erzittern lässt. „Eine unglaubliche Geschichte“, meint einer, „am
eindrücklichsten bleibt mir in Erinnerung, dass er Äpfel in allen Farben essen
würde, aber nicht die schwarzen.“ Man nimmt eben immer etwas mit, von all den
Geschichten, selbst die kleinen Wahrheiten bleiben im Licht der Fantasie
rätselhaft und groß.
Das Gegenteil
… vom Gegenteil des Gegenteils will die Freundin des Protagonisten von
Wilhelm Dreischulte. Immer will sie es anders herum. Doch dann sieht er sie im
Fernsehen im gläsernen Sarg voll Kakerlaken: „Ich bin ein Star, holt mich hier
raus!“. „Lasst sie drin“, schreit er den Bildschirm an, „sie will das
Gegenteil“. Alles lacht. „Ach so“, sagt der Herr aus der letzten Reihe, „die
war so ein TV-Sternchen?“ Das müsste man also dann doch früher wissen,
kritisiert die Runde. „Lass sie doch im Supermarkt unter einem Berg von
Erbsendosen verschwinden, dann bleibt die Geschichte im Alltag verwurzelt“.
Naja, denke ich, die Kakerlaken fand ich besser, aber ich bin ja auch eine Frau
(„das Gegenteil vom Gegenteil vom Gegenteil“).
Ende
Nach fast drei dreistündiger aufregender und lustiger Diskussion wünscht
Frau Homering, die Leiterin des Museum Schillerhaus, noch einen guten
Nachhauseweg und eine baldige Wiederholung des Textforums. Die Runde nickt und
bleibt erschöpft noch bei Wein im gedämpften Licht und inmitten der herunter gefallenen
Kastanien stehen. Was macht eine gelungene Diskussionsrunde aus? Manchmal ist
es wohl ein magischer Moment, der mit Hilfe einer stürmischen Kastanie in einen
kleinen Veranstaltungsraum hineinfliegt – vielleicht.
Text: Anette Butzmann
Vorschau: Literatur im Sturmfederschen Schloss
Liebe
Literaturfreunde,
Beim Kulturverein St. Michael in Dirmstein weiß man das ganz genau: Des geht jo nor mit Zwiwwelkuche un neiem Woi!
Darum kommen Sie doch am
Freitag, dem 28. September 2012, um 19:00 Uhr ins
Sturmfedersche Schloss in 67246 Dirmstein, Marktstr. 4
zu meiner gleichnamigen Lesung.
Wir warten dort auf Sie mit neuem Wein und hausgemachtem Zwiebelkuchen.
Liebe Grüße
Edith Brünnler
Donnerstag, 13. September 2012
Kaas & Kappes - Kinder- und Jugendtheaterpreis 2013
Die Stadt Duisburg verleiht im Rahmen des Deutsch - Niederländischen Kinder- und Jugendtheater-Festivals KAAS & KAPPES am 24. Februar 2013 den 15. niederländisch-deutschen Autorenpreis für Kinder- und Jugendtheater.
Der Autorenwettbewerb verfolgt das Ziel, dramatische Literatur für Kinder und Jugendliche zu fördern und Autoren und Theatermacher zu Arbeiten für diese Zielgruppe zu ermutigen. Insbesondere möchte der ausgeschriebene Preis den Austausch zwischen deutschen und niederländischen Autoren und Theatermachern im Bereich Kinder - und Jugendtheater intensivieren.
Die Höhe des ausgeschriebenen Preises beträgt insgesamt 7.500 Euro.
Eine Jury, die sich aus 4 niederländischen und deutschen Theaterfachleuten zusammensetzt, entscheidet über die Preisvergabe.
Der Text muss in der Urform in niederländisch oder deutsch geschrieben worden sein und darf nicht vor Januar 2012 veröffentlicht oder aufgeführt worden sein. Neben Stücken von einzelnen Autoren können auch kollektiv im Inszenierungsprozess erarbeitete Texte am Wettbewerb teilnehmen. Pro Autor ist nur ein Text zur Vorlage zugelassen. Bereits in der Vergangenheit eingereichte Texte können auch in übersetzter Form nicht erneut eingereicht werden.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Die Texte bitte in
5-facher Ausfertigung an diese Adresse schicken:
KOM´MA
Theater
c/o KAAS & KAPPES
Schwarzenberger Str. 147
47226 Duisburg
4 Exemplare (wenn möglich) ohne, eines mit Nennung der Autorschaft.
Die Kopien können nicht zurückgesandt werden.
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